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Institut für Musikforschung

Taisho-Kin, China – De 209

Die taishōgoto wurde 1912 in Nagoya vom Musiker Gorō Morita entwickelt, der 1906 vom ersten Ministerpräsidenten Japans ein zweijähriges Stipendium erhalten hatte, um Musikinstrumente in Europa und den USA zu studieren. Es war seine Idee, die Mechanik einer Schreibmaschine mit einer Kastenzither zu kombinieren (und so die nigenkin zu modernisieren). Ab 1920 Jahren verbreitete sich eine Variante der taishōgoto im Nordwesten Indiens und Süden Pakistans ("Bulbultarang"). In den 1930er Jahren gelangte die taishōgoto durch chinesische Einwanderer auf die indonesische Insel Bali ("nolin", 4–6 Saiten, 12 Tasten).

Taisho-Kin (Taisho-Zither)

Etikett: "Unterhaltungs-Klavier | Originalprodukt | der Tianjin Zhonghua Musikinstrumentenfabrik"
Deckel mit zwei aufgemalten Segelschiffen und der Aufschrift "Reite auf Wind und Wellen"

Maße: (folgen)

4 Melodiesaiten, die über einen kleinen Steg führen; 1 Bordun-Saite davor
Mensur: (folgt)

Chromatisch geordnete Tangenten mit Blechknöpfen von g bis g2, fis2 nicht vorhanden.
Diatonische Reihe blau umrandet und weiß unterlegt, "Obertasten" rot umrandet und schwarz unterlegt, darauf Ziffern von 1 (für c) bis 7 (für h).

Herkunft: Dr. Marion Franz und Fritz Degel (Blieskastel), Juli 2021

Literatur: Andrew C. McGraw, Art. Nolin, in: L. Libin (Hg.), The Grove Dictionary of Musical Instruments, 2nd Ed., New York: OUP 2014, Bd. 3, 606. – David W. Hughes/Editors, Art. Taishō-goto, in: ebd., Bd. 4, 688.

{ow; 2023-01-10}