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Institut für Musikforschung

Violinen, Viola, Geigenbauteile – U 10, U 11, U 14, StW 11, StW 34, StW 59, W 13, Eis 2

Eis 2: Violine

20. Jahrhundert (1960er Jahre ?)

unsigniert

LBT 60 x 19,5 x 5,5 (Korpus)
Korpuslänge 36
Breite: Oberbügel: 16,4 cm, Unterbügel: 19,5 cm, minimale Breite Mittelbügel: 11 cm. 
Mensur 32,5

Besondere Merkmale: Helle Lackierung am Deckenrand

Herkunft: Schenkung von Prof. Dr. Maria Eisenmann (Würzburg), 2. März 2020

StW 11: Violine

Erste Hälfte 20. Jh.

Falscher Zettel auf dem Boden im Korpusinneren: „Antonius Stradivarius Cremonensis | faciebat Anno 1716“.
Zettel gedruckt, Jahrzehnt und Jahr mit Bleistift.

Gesamtlänge: 65,5 cm, Korpuslänge: 35,7 cm, Griffbrettlänge 28,8 cm
Breite: Oberbügel 16,6 cm, Mittelbügel 10,2 cm, Unterbügel 20,5 max. Höhe 5,5 cm

Zwei Bögen. Geigenkoffer. Altes Saitenmaterial, darunter Darmsaiten.

Schäden: Etliche Kratzspuren auf der Decke, v.a. Stegbereich aufwärts; unterer rechter f-Loch-Abschluss ausgebrochen.

Herkunft: Aus dem Nachlass des ehemaligen Intendanten des Stadttheaters Würzburg Tebbe Harms Kleen (4.5.1932–7.1.2016).

StW 34: Violine

Böhmen (?), 1920er Jahre (?).

Brandstempel auf der Rückseite unterhalb des Halsansatzes: "Stainer".

Korpuslänge 35,8 cm
Breite: Oberbügel 16,1 cm, Mittelbügel 10,3 cm, Unterbügel 20 cm. – Riss in der unteren Deckenmitte.

Herkunft: Aus dem Nachlass von Walter Ziggel (8.2.1911–29.4.1961), gestiftet von Angelika Metje (Kalefeld), 30. Juli 2021

StW 59: Violine

Deutschland, 19. Jahrhundert

Gedruckter Zettel auf dem Boden: "Antonius Amati Cremonensis | Fecit Anno Domini nostri 1638", Jahr vollständig handschriftlich
Gedruckter Reparaturzettel daneben: Carl Jäger, Hildesheim, | Reparirt 1891." Jahrzehnt und Jahr handschriftlich

Carl Jäger (1841–1918) erlernte den Geigenbau von 1862–66 bei Erasmus Schiefler in Hannover und ließ sich 1868 in Hildesheim als Geigenbauer nieder. Er arbeitete gewöhnlich nach Stradivari und verwendete einen eigenen gelbbraunen Lack. (Lütgendorf 1922, 238). 

Gesamtlänge 58,8 cm
Korpuslänge 35,3 cm, 
Breite: Oberbügel 15,6 cm, Mittelbügel 9,7 cm, Unterbügel 19,3 cm

Schaden: Rechts durch das f-Loch gebrochene Decke, geleimt

Herkunft: Schenkung von Thomas Kerzel (Schweinfurt), 25. Juni 2026

U 10: Violine

Ende 19. Jahrhundert, Sachsen/Böhmen

Falscher (gedruckter) Zettel auf dem Boden im Korpusinneren: "Jacobus Stainer in Absam | probe Oenipontum 1677". Die letzten beiden Ziffern handgeschrieben.

Decke und Stimmstock aus Fichte. Randeinlagen an der Decke aus Adern von gebeiztem Birnbaum und Ahorn. Hals und Wirbelkasten aus Ahorn. Griffbrett und Saitenhalter (original) aus Ebenholz. 

Korpuslänge: 35,7 cm, Breite: Oberbügel 16,7 cm, Mittelbügel 10,2 cm, Unterbügel 20,7 cm.

Stiftung von Frau Anna Margareta Kazner (geb. Burkel), Erlangen, 1955 an das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Erlangen.

U 11: Violine

Ende 19. Jahrhundert, Sachsen/Böhmen

Kein Herstellervermerk.

Hals und Wirbelkasten aus Esche.

Korpuslänge: 35,7 cm, Breite: Oberbügel 16,3 cm, Mittelbügel 10,6 cm, Unterbügel 20,8 cm.

Herkunft: unklar, möglicherweise Geschenk von Prof. Dr. Rudolf Steglich an die Erlanger Sammlung.

U 14: Geigenbauteile

Decke aus Ahorn mit Randeinlagen aus Ebenholz (gebrochen)

Boden aus Ahorn

Zarge in Violinform aus Ahorn

Hals mit Wirbelkasten, Schnecke und aufgeleimtem Griffbrett aus Ahorn

zwei Wirbel

Bauform (Block, Fichte).

Herkunft: Stiftung 1928 an das Erlanger Institut von Herrn Lang, Nürnberg. 

W 13: Viola

Markneukirchen 1903, von Ernst Ludwig Gütter (1867–1940).
Zettel auf dem Boden im Korpusinneren: "Ernst Ludwig Gütter | Geigen- und Lautenbauer | Markneukirchen Anno [ms.] 1903".

Korpuslänge: 39 cm
Breite: Oberbügel: 18,5 cm, Mittelbügel: 12,6 cm, Unterbügel: 22,8 cm, Zargenhöhe: 3,7 cm

Bogen

Zubehör: Koffer

Kleinere Kratzspuren auf dem unteren Teil der Decke, Abnutzungsspuren am Deckenrand (Griffhandseite).

Herkunft: Aus dem Bestand des ehemaligen Instituts für Musikwissenschaft der Universität Würzburg

Literatur: Willibald Leo Freiherr von Lütgendorf: Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zu Gegenwart, 3. Auflage, Bd. 2, Frankfurt am Main 1922. – Thomas Jürgen Eschler: Die Sammlung historischer Musikinstrumente des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universitäts Erlangen-Nürnberg, Wilhelmshaven: Florian Noetzel 1993.

{ow; 2011-04-04; 2023-04-05; 2026-06-25}