Kacapi – Fos 34
Die kacapi (auch kacaping) ist eine bootsförmige Laute in Süd-Sulawesi und Sumba, Indonesien. Hals mit Bundstegen, Korpus, Decke und schlotförmiger Steg/Saitenhalter sind aus einem Stück Holz geformt, das von unten ausgehöhlt wird. Der Boden wird wie eine Decke abgesägt und wieder aufgeleimt. Das populäre Instrument wird von Männern und Frauen zur Gesangsbegleitung einfach oder im Ensemble gespielt. Da es in den historischen in lontara niedergeschriebenen Chroniken nicht erwähnt wird, scheint es in der alten höfischen Musik keinen Platz gehabt zu haben.
LBT 77,0 x 14,8 x 10,6 cm
Tiefe Seitenwand mit Boden 5,4 cm
3 Schalllöcher (von ca. 2 cm Durchmesser) im Boden in der Zentralachse
Herkunft: Bengt Fosshag (Rüsselsheim), 9. März 2026
Literatur: András Varsány: Lauteninstrumente in Südostasien, in: Lars-Christian Koch und Raimund Vogels (Hg.): "mit Haut und Haar". Die Welt der Lauteninstrumente. Begleitbuch zur Sonderausstellung im Linden-Museum Stuttgart, Stuttgart 1996, 97-109. – Margaret J. Kartomi und Mayco A. Santaella: Art. Kacapi (ii), in: Laurence Libin (Hg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments, 2nd ed., Oxford und New York: OUP 2014, Bd. 3, 95.
Field recording: Palmer Keen: Kacaping Mandar: Lutes and Poetic Verse in West Sulawesi [Pak Abdul Musa spielt und singt]: auf Aural Archipelago. Field Recordings from around Indonesia.
{ow; 2026-05-08}



