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Institut für Musikforschung

Esraj – De 379

Esraj (bengalisch: এস্রাজ, esrāj, gesprochen ‚isrādsch‘) ist eine gestrichene Schalenhalslaute, die im 19. Jahrhundert wohl aus der Taus (Mayuri Vina) entwickelt wurde. Die Esraj besitzt vier bis fünf Spielsaiten und 12 oder mehr Resonanzsaiten. Sie wird in der klassischen nordindischen Musik Nordindiens v.a. im Khyal-Stil und besonders in Bengalen auch zur Gesangsbegleitung in anderen Liedgattungen verwendet. Zur selben Familie von Streichlauten gehören Rubab, Sarangi, Sarinda und Dilruba.

Der (wie bei der Sarangi) ovaler und eingebuchteter Resonanzkörper mit Ziegenlederbespannung geht nahtlos in einen ca. 100 cm langen Hals über. Die Korpusunterseite ist gerundet im Gegensatz zum flachen Resonanzkörper der Dilruba. Der Bogen wird auf der Höhe Einbuchtungen gestrichen. Die verschiebbaren Metallbügel-Bünde wurden von der SItar übernommen.

Nordindien, 2. Häflte 20. Jh.

H 99 cm, B 17 cm, T 12,5 cm

6 Spielsaiten (Mensur 70 vm), 15 Resonanzsaiten. 19 Bünde.

Wirbelkasten mit nach hinten stehenden Gitarrenwirbeln. Ober auf dem Wirbelkasten: DINA Trademark.

Bogen fehlt.

Herkunft: Stiftung Fritz Degel (2021)