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Institut für Musikforschung

Gaine Sarangi – Fos 20

Bei der Gaine sāraṅgī handelt es sich um eine Art sārindā. Mit ihren gleich breiten, oft auch gleich großen Korpusteilen und einem geraden Korpusrücken weicht sie aber von  den westindischen spitzovalen und den bengalischen stumpfeiförmigen sārindās ab. 

Fos 20

Nepal

LBT 47,5 x 10,7 x 7,6 cm
Länge Korpus 24,3 cm
Länge Hals 6,9 cm
Länge Wirbelkasten 16,3 cm

Wirbelkasten vorne und hinten offen
Auf Säule gestützte Schnecke als Abschluss
4 Flankenwirbel
4 Saiten, 3 aus Darm, 1 aus Stahl

Viereckiges Loch im Hals zum Anbringen eines Lederbands

Hautdecke mit Nägeln fixiert
Schallloch im unteren Sechstel der Decke

Rote Bemalung rund um den oberen offenen Teil des Korpus
Reste roter Bemalung als diagonaler Streifen auf der Hautdecke
Reste grüner Bemalung in der Taille und fortgesetzt über den Rücken

Beiliegend kleiner Steg (zu niedrig, nicht brauchbar)

Fos 20a: Bogen aus Bambus, mit zwei Schellen aus Messing, rotes Rosshaar, Länge 44,3 cm

Das Instrument ist beschrieben bei Dietrich/Fosshag 1992, 68 [Kat.-Nr. 20]. Es wurde 1975 im deutschen Kunsthandel erworben.

Herkunft: Bengt Fosshag (Rüsselsheim), 9. März 2026

Literatur: Mireille Helffer und A. W. McDonald: Sur un Sârangi de Gâine, in: Objets et Mondes VI/2 1966, 133-142. – Wolf Dietrich und Bengt Fosshag: Werkzeug & Kunstwerk. Außereuropäische Lauten, Rüsselsheim und Frankfurt 1992, 55, 63, 72 (Vergleichsstück Kat.-Nr. 25. – Mireille Helffer: Sāraṅgī, 7., in: Laurence Libin (Hg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments, Oxford und New York: OUP 2014, Bd. 4, 387.