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Institut für Musikforschung

Igil – De 418

Igil (ikili) ist eine zweisaitige gestrichene Langhalslaute aus der traditionellen Musik der Tuva (Mongolei). Korpus und Hals bestehen aus einem Stück Hartholz, der Wirbelkasten schließt gewöhnlich mit einem nach vorne ausgerichteten Pferdekopf ab. Die wird zur Begleitung von Epenrezitation verwendet. Traditionell bestehen die Saiten aus Rosshaar. Heute wird die Igil oft in Kombination mit Obertongesang (Khoomei) gespielt.

Mongolei, 2. Hälfte 20. Jh.

LBT 86 x 16 x 10
2 Saiten aus Nylon, durch Kanäle in den Wirbelkasten geführt
Mensur ca. 60
Decke aus Tierhaut (Ziege) mit drei kleinen in einem liegenden Dreieck angeordneten Schalllöchern im obersten Sechstel der Decke
Der Wirbelkasten mündet in eine nach hinten gerichtete Pferdekopfdarstellung

Bogen fehlt

Herkunft: Dr. Marion Franz und Fritz Degel (Blieskastel), Juli 2021

Literatur: (Redaktion): Igil, In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments, second edition, Oxford/New York: Oxford University Press, Bd. 3, 2014, S. 10.

{ow; 2021-11-16}