Kobys/Qobuz, Kasachstan – De 155, Fos 46
Kobys, auch qobyz (kasachisch қобыз), ist eine gestrichene paddelförmige Schalenhalslaute in Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan, für die kirgisische Variante Kyl Kijak vgl. De 458. Bei beiden Instrumenten auf dieser Seite handelt es sich um moderne Bauformen, bei denen der obere Teil des Resonators mit einer Holzdecke mit Schallöffnungen veraschlossen ist. Beim traditionellen kasachischen Instrument ist der obere Teil des Resonators offen. Der Instrumententyp lässt sich zu frühen Instrumenten der Kumanen im Spätmittelalter zurückverfolgen (Lymanets cobuz, vgl. Khodzhaniiazov 2025). Laut Grove (2014) spielten nur noch die seminomadischen Usbeken der Surkhandarya-Kashkadarya-Region das Instrument. Es ist verwandt mit der mongolischen khiil.
Literatur: (Red.): Qobuz, in: Laurence Libin (Hg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments, 2nd ed., Oxford und New York: OUP 2014, Bd. 4, 197. – Ihor Khodzhaniiazov: Cobuz Cumanicus. Reconstructing the Instrument, in: Thilo Hirsch, Marina Haiduk und Thomas Gartmann (Hg.): Rabab, Rubeba, Rubāb. Fellbespannte Streichinstrumente im historischen und kulturellen Kontext, Baden-Baden: Ergon 2025, 319-328.
{ow; 2023-01-05/2026-05-15}



