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Institut für Musikforschung

Afrikanische Musik

„Denn, wie man in Afrika sagt, muss man um ein richtiger Meister zu werden, erst den Geist des Instruments in sich tragen.“

André Mabiala, ein afrikanischer Trommellehrer aus dem Kongo/Kinshasa, der die „Zaubertrommelkunst“ von seinem Opa schon von frühester Kindheit an erlernte gibt praktische Seminare zu afrikanischem Trommeln.

Traditionelle Trommelmusik spielt in Afrika eine wichtige Rolle im Sozialleben, bei Feiern und zur Kommunikation. Am Beispiel des Kongo werden im Seminar verschiedene traditionelle Musikinstrumente sowie Rhythmen unterschiedlicher Ethnien vorgestellt; außerdem werden in einem praktischen Teil spezifische Rhythmen, die typischerweise bei der Jagd oder der Feldarbeit eingesetzt werden, sowie Rhythmen, die zu besonderen Gelegenheiten wie Hochzeiten, der Geburt eines Kindes oder Trauerfeiern gespielt werden, vermittelt.

Dafür werden die Grundtechniken (offene vs. geschlossene Handstellung, Positionen auf der Trommel) eingeübt und es werden Grundrhythmen aus verschiedenen Ethnien für unterschiedliche Anlässe vorgestellt: Wir werden den Kmulangu Rhythmus der Luba, der meistens zur Hochzeit von Prinz und Prinzessin gespielt wird ebenso kennenlernen wie die Jagdzeremonie der Bangala, die immer vor der Jagd aufgeführt wird, um die Jäger zu schützen. Wichtig ist hierbei auch der Mut zur freien Improvisation, die der Schlüssel zur Kommunikation ist.

Dabei wird als Ausgangspunkt angenommen, dass die Geheimnisse des Trommelns zu erforschen wie eine Sprache zu erlernen ist und Musik Menschen zusammenbringt. Dadurch dient Musik auch dazu, Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen aufzubauen.

Im Seminar wird die Verbindung zwischen Traditionen aus verschiedenen Ethnien der Sub-Sahara-Region Afrikas aufgezeigt, es wird anhand polyrhythmischer Kontexte versucht, die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Rhythmen zu verstehen und sie mit Sicherheit in der Gruppe zu spielen, wobei Musikstücke und die grundlegende Technik durch mündliche Vermittlung erlernen zu können im Fokus stehen.

Das Seminar kann von EinsteigerInnen wie fortgeschrittenen Studierenden besucht werden.