Deutsch Intern
Institut für Musikforschung

Mandoline von Framus, Bubenreuth – De 643

Framus war ein deutscher Hersteller von Gitarren, Mandolinen, Bässen und Verstärkern (Combos). Der Firmenname ist eine Abkürzung von "Fränkische Musikinstrumentenerzeugung Fred A. Wilfer K.G.", einer Firma, die 1946 in Erlangen gegründet wurde. Wilfer (1917–1996), aus Schönbach/Luby stammend, gehörte zu den böhmendeutschen Instrumentenbauern nach dem zweiten Weltkrieg, die die Ansiedlungspläne in Kooperation mit der bayerischen Staatsregierung der Alliierten nutzten, um sich im Erlanger Raum niederzulassen. Die Fabrik in Bubenreuth wurde 1954 eingeweiht. Die Instrumente prägten die bundesrepubikanische Rock-n-Roll-Kultur mit. Ende der 1970er Jahre meldete die Firma Konkurs an und wurde 1981 eingestellt. 

Ein Revival erlebte Framus 1995 durch Fred Wilfers Sohn Hans-Peter Wilfer (*1958) und gehört zu dessen Unternehmen Warwick GmbH KG in Markneukirchen. Die Firma, die sich auf Gitarren, Bässe und Verstärker konzentriert, engagiert sich seit 2005 für einen klimaneutralen Instrumentenbau. 

Mandoline mit birnenförmigem Korpus, flachem, leicht gewölbtem Boden und gewölbter Decke

Marke (gold) auf der Decke unzter dem rechten Schallloch: "Framus"

1960er Jahre

LBT 66,0 x 26,0 x 7,0 cm
(L ohne Anhangknopf)
Deckenhöhe: 32,5
3 Wirbelknöpfe (aus Kunststoff) fehlen

Mensur: 34,3 cm

18 Bundstäbe aus Neusilber

Tropfenförmige Schalllöcher, weiß eingefasst wie der Deckenrand

Saitenhalter aus vernickeltem Blech
Schlagschutz aus weißem Kunststoff an zargenseitig angeschraubter bogenförmiger Halterung aus vernickeltem Metall

Herkunft: Dr. Marion Franz und Fritz Degel (Blieskastel), Oktober 2025

Weblink: Framus-Museum Markneukirchen (Link). 

Literatur: Wikipedia (Link). 

{ow; 2026-01-12}