Deutsch Intern
Institut für Musikforschung

Mandoline von Ewald Gläsel, um 1910 – De 214

Instrument von Ewald Gläsel (186b Plauenschestrasse, Markneukirchen, Sachsen, Deutschland). Gläsel betrieb ein Versandgeschäft für Musikinstrumente. Das auf dem Zettel genannte Patent wurde am 4. Februar 1905 von den Patentanwälten Wheatley & Mackenzie (40 Chancery Lane, London W.C.) eingereicht und am 5. Oktober 1905 angenommen.

Entweder wurde das Instrument im Art Nouveau-Design im 'Wiener Stil' in Markneukirchen hergestellt und in den englischen Markt exportiert (wofür die Wirbelmechaniken mit deutschem Reichspatent sprechen), oder es wurde (auch?) in England hergestellt. Vgl. auch Mandolinetto De 217.

Bei "The Viennese College of Mandoline" handelt es sich um eine Mandolin-Schule, die wohl parallel zur Instrumentenreihe in London bei E. Donajowski (26, Castle St. Berners Street W.) publiziert wurde.

Ovaler Zettel: "By His Majesty's Royal Letters Patent. | No. 2244. | Viennese College of Music"
Auf beiden Wirbelmechaniken eingestanzt die Nummer ihres Reichspatents (Deutsches Reichs-Gebrauch-Muster): "DRGM 186662"

Flacher Boden, eingeschnürte, sich nach unten verjüngende Form
LBT 63,5 x 22,5 x 5 cm
Mensur 33 cm

17 Bundstäbchen

Herkunft: Dr. Marion Franz und Fritz Degel (Blieskastel), 2021

{ow; 2023-02-09}