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    Institut für Musikforschung

    Lautengitarre (wohl 1910er Jahre) – StW 19


    Ohne Herstellerzettel. Wohl zwischen 1910 und 1920.

    Korpuslänge: 50,5 cm
    Größte Korpusbreite: 30,7 cm
    Fichtendecke mit einer Stärke von 4,5 mm
    Um die Rosette schlichte Kreisgravuren.
    Kleiner Riss auf der Fichtendecke unter- und oberhalb des Stegs bis zum Schallloch.
    Mit floralen Ornamenten verzierter Steg.
    Muschel aus 11 Spänen. Umlaufende Zarge.
    Riss zwischen 8. und 9. Span
    Größte Wölbungshöhe: 14,5 cm

    Lautenhals mit Griffbrett. Insgesamt 14 Bundstäbchen; neun auf dem Griffbrett (Metall, eingeschlagen), fünf (Holz) auf der Decke, die beiden höchsten verkürzt)
    Halslänge: 26,5 cm
    Lautenkopf am oberen Ende mit geschnitzter Floralornamentik versehen; kleinere Ornamente zwischen den Stimmwirbeln.
    Kopflänge: 18 cm

    Vergleichsinstrument: Museu de la Música MDMB 760; Scenkonst Museet M 1327;

    Aufgespannt sind sechs Gitarrensaiten in umgekehrter Folge für linkshändiges Spiel. Das nebenstehende Bild zeigt die ehemalige Besitzerin der Gitarrenlaute (4. von rechts), Walpurga Liese, Tante des Stifters, daneben (5. von rechts, mit Gitarre) ihre Schwester Margarete Berndt (geb. Liese; Mutter des Stifters). Die anderen Frauen mit Gitarre sind (3. von rechts) Elisabeth Berndt/Felgentreu und (6. von rechts) Elke Schulz/Berndt. Die vier Frauen waren Ende der 1930er Jahre verwandt/verschwägert und in Schmargendorf ansässig. Aufgenommen wurde das Bild Ende der 1920er Jahre, wahrscheinlich im Grunewald.

    Stiftung: Burkhard und Helga Berndt, Berlin (2019)

    {Denis Weidner; ow; 20190627}

    Überblickstext von Denis Weidner zur Rolle der Laute im 19. und 20. Jahrhundert.