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    Institut für Musikforschung

    Mittenwalder Zither (1808) - R 8


    Deutschland, 1808 (?)
    Besitzervermerk mit Tinte auf der Decke unterhalb des Riegels: "…Schmithel / ... Februar /1808". Vorname. das Wort vor Februar und die letzte Ziffer der Jahreszahl nicht eindeutig lesbar.

    Provenienz: Sammlung Rück

    Maße:
    Korpuslänge (ohne Stimmstock): ca. 41,3 cm
    Korpusbreite, Oberbügel: 22,6 cm
    Mittelbügel: 17,5 cm
    Unterbügel: 28,1 cm

    Decke aus Fichte, über die Zargen überstehender Rand aus gebeiztem Birnbaum, an die Decke angesetzt. Rundes Schalloch. Riegel aus schwarz geb. Birnbaum mit einem kurzen und einem langen U-förmig gebogenen Eisendraht, an den Enden in den Riegel eingelassen. Randeinlagen aus mehreren Adern von geb. Birnbaum und Ahorn. Am Schallloch dieselben Einlagen und zusätzliche Zackenbemalung.
    Deckenstärke: ca. 0.47 cm
    Durchmesser Schallloch: 6,65 cm
    Riegel: Länge: ca. 20.4 cm
    Höhe: um 0,62 cm
    Zargen aus Ahorn, rötlich gebeizt. Zargenhöhe: um 3,4 cm
    Boden aus Ahorn. rötlich geb.; über die Zargen überstehender Rand. Berippung aus Fichte, quer
    zur langen Korpusachse. Drei eingeleimte, gedrechselte Füßchen aus Ahorn.
    Stimmstock aus schwarz geb. Ahorn. zwischen Boden und Decke eingeleimt, in Richtung zu den
    geschweiften Enden hin an Stärke abnehmend.
    Wirbel: Jetzt 14 aus Eisendraht gebogene Ösen, in 2 Reihen zueinander versetzt in den Stimmstock
    geschraubt. Ursprünglich 19 bzw. 20 Wirbel
    Obersattel für die Begleitsaiten aus einer Leiste aus geb. Birnbaum, zum Stimmstock hin abgefast, mit einem eingelassenen U-förmig gebogenen Eisendraht und Abteilungsstiften aus Eisen. Für die Griffbrettsaiten nur der U-förmig gebogene Eisendraht und die Stifte.
    Max. Stimmstockbreite: 16,3 cm
    Stimmstockstärke von den geschweiften Enden zum Korpus hin: 0,57–2,40 cm
    Griffbrett aus schwarz geb. Ahorn. zum Stimmstock hin abgefast und dort angeleimt. 1 und 2 mal 20 Reihen Bünde aus U-förmig gebogenem Eisendraht, die Enden in das Griffbrett eingelassen.
    Der erste Bund nur unterhalb der beiden mittleren Saiten, die anderen folgenden jeweils für die beiden oberen bzw. unteren 2 Saiten. Dabei ergeben sich für die mittleren 2 Saiten folgende Tonabstände (G = Ganzton. H = Halbton):
    G/H/H/H/G/H/H/H/G// usw. für die oberste und unterste Saite.
    H/H/H/H/H/G/H/H/H/G// usw. für die beiden mittleren Saiten.
    Max. Griffbrettlänge: ca. 30,7 cm
    Max. Griffbrettbreite: ca. 4,30 cm
    Griffbrettstärke schwankend zwischen 0,30 und 0,50 cm
    Saitenbefestigung: Die Begleitsaiten jetzt mit Krammen aus Buchsbaum, die Griffbrettsaiten mit Anhängestiften. Alle im Riegel. Die Begleitsaiten ursprünglich wohl auch mit Anhängestiften. Krammen
    nicht zeitgenössisch.
    Besaitung: Jetzt 4 Griffbrettsaiten und 10 Begleitsaiten. Ursprünglich zuerst 19. dann auf 20 erweiterte
    Begleitsaiten. Wirbellöcher und Anhängestiftlöcher am Riegel zugedübelt.
    Schwingende Saitenlänge, ca. 32,1 cm
    Max. Gesamtlänge des Instruments: 48,2 cm

    Vergleichsinstrumente: Muziekinstrumentenmuseum, Brüssel: Inv.-Nr. 2491; Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg: MIR685, MIR701, MIR702; Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig: Inv.-Nr.: 449

    Literatur: Eschler 1996, S. 49

    ow {2016-02-27} – Zithern/Hackbretter