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    Institut für Musikforschung

    Stempelpfeife/Stempelflöte – R 22


    R 22: Pfeife, 1950er Jahre. Rohr und Stempel aus verchromtem Blech mit zylindrischer Bohrung, Schlagstempel auf der Rohrachse zur Stempelöffnung hin: MADE IN GERMANY. Anstelle eines Kerns findet sich ein ins Rohr eingesetztes, geknicktes Stück Blech, ca. 3° in Anblasrichtung abfallend, Fenster halboval, schräg max. 1,5 mm tief eingeschnitten (gesägt/gefräst?, spielerseitig rechts, leicht unregelmäßig, Breite 0,5 cm, max. Höhe 0,4 cm). Rohrabschluss per Stanzung nach innen gebogen. Stempel ohne Tonhöhenmarkierungen, Länge ohne Griff 6,4 cm. Stempelabschluss konkav. Griff aus Ahorn, klar lackiert, abgetragen, verschmutzt. Tiefster spielbarer Ton d2, ohne Überblasen erreichbar ca. g3, höchster d4 (überblasen). – Gesamtlänge 12,4 cm, Labiumkante bis Rohrende 7 cm, Rohrdurchmesser 0,84 cm.

    Systematik nach Hornbostel/Sachs: "421.22 Innenspaltflöten – Der Kanal ist durch das Innere der Röhre gelegt. Hierher gehören auch Flöten, deren Kanal durch einen Sattel (Nodium, Harz) im Innern der Röhre und eine außen aufgebundene Deckung (Rohr, Holz, Leder) gebildet ist. | 421.221 (Einzelne) Innenspaltflöten | 421.221.3 Gedackte Innenspaltflöten | 421.221.312 Mit verschiebbarem Mündungsboden – (Stempelpfeifen)".

    Vergleichsinstrument: Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, MIR172 (= Ulrich Rück, vgl. Renate Huber, Verzeichnis sämtlicher Musikinstrumente am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, Wilhelmshaven 1989, S. 200.

    Provenienz: Sammlung Rück

    [Audio] Stempelpfeife R 22