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    Institut für Musikforschung

    Querflöten (Dresden 18. Jh./Löhner, Nürnberg um 1850) - N 25 und R 30


    N25

    Querflöte (um 1850) von Friedrich (II) Löhner (1797–1865), Nürnberger Holzblasinstrumentenbauer.

    Signatur: Brandmarke '[Lilie] | F.LÖHNER | NÜRNBERG | [2 fünfzackige Sterne] | D' am Ende des Fußes. unterhalb der cis1-Klappe. Dieselbe Brandmarke ohne die Stimmungsangabe 'D' am Anfang des Stimmstücks und am Anfang des Mittelstücks, zwischen 4. und 5. Griffloch.

    Rohr aus Buchsbaum. Fünfteilig. Bohrungsverlauf zum Fuß hin konisch abnehmend.
    Gesamte Rohrlänge 63,7 cm
    Abstand Mundlochmittelpunkt bis Ende des Fußes 55,6 cm
    Abstand Korken bis zum Ende des Verlängerungsrohres am Kopf jetzt: 13,9 cm
    Tiefster spielbarer Ton: cis'

    Rohrteile: Kopf und Stimmstück, Mittelstück, Herzstück und Fuß. Verlängerungsrohr am Kopfende aus Messing. Zapfen am Anfang des Stimmstücks aus Buchsbaum, mit Messing gefüttert, darauf 3 rote Ringe
    als Einstellmarkierungen.

    Provenienz: Sammlung Reinhold Neupert.

    Literatur: Ekkehart Nickel, Der Holzblasinstrumentenbau in der freien Reichsstadt Nürnberg, München 1971,  S. 316; Eschler (1993), S. 23 f., 107 (Abb. 6)

    R 30

    Querflöte in D, Dresdener Schule, Grenser (II) oder Grundmann, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

    Signatur: Brandmarke : " DRESDEN " am Kopf oberhalb des Wulstes; am Mittelstück vor dem 1.
    Griffloch; am Herzstück zwischen 4. und 5. Griffloch; am Fuß unterhalb der dis1-Klappe.

    Rohr aus Buchsbaum, vierteilig. Bohrungsverlauf zum Fuß hin konisch abnehmend. Fuß selbst sich
    wieder etwas erweiternd.
    Gesamte Rohrlänge 61,9 cm
    Abstand Mundlochmittelpunkt bis Ende des Fußes 53,3 cm
    Abstand Korken bis zum Unterende des Kopfes jetzt 16,3 cm
    Tiefster spielbarer Ton: d1

    Rohrteile: Kopf, Mittelstück. Herzstück und Fuß. Wülste: eine schwache Rohrerweiterung in Höhe des Mundlochs. Ein Wulst am Ende des Kopfes, einer am Anfang des Herzstücks. Eine schwache Rohrerweiterung am Anfang des Fußes. Vier Ringe aus dunklem Horn, am Ende des Kopfes, am Anfang des Herzstücks, am Anfang und Ende des Fußes. Abschlußkappe am Kopf aus gebeiztem Birnbaum, flach, mit zwei eingedrehten Kreisen auf der Oberseite. Mit einem Zapfen. ebenfalls aus geb. Birnbaum, in das Rohr gesteckt. – Ovales Mundloch. Breite 1,02 cm, Höhe 0,86 cm.

    Sechs vorderständige Grifflöcher (1–3 auf dem Mittelstück für Finger (links 2–4). 4–6 auf dem Herzstück für Finger (rechts 2–4). Eine Klappe am Fuß, geschlossen, für dis1, parallel zur Rohrachse, für Finger (rechts 5). Deckel aus Messing, viereckig und flach, die Seiten abgefast. Ursprünglich Deckel mit Fingerhebel aus einem Stück. Lederbelag, mit Siegellack am Deckel befestigt. Fingerhebel aus Messing, jetzt an den Deckel gelötet. Fingerplatte oval. Messingfeder, an den Fingerhebel genietet. Lagerung des Fingerhebels im Bock. Achsenstift aus Messing.

    Provenienz: Aus der Sammlung Rück.

    Literatur: Eschler 1993, S. 21 f. (Abb. 5, S. 107).