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    Institut für Musikforschung

    Xiao (in C) – Lo 91 und 92

    Lo 91

    Länge: 563 mm
    Bambus. Länge von der Spalte zur Mitte des obersten Grifflochs 285 mm; des untersten 446 mm, Rohrumfang ca. 79 mm, Kanaldurchmesser ca. 17 mm

    Lo 92

    Länge: 560 mm
    Bambus. Länge von der Spalte zur Mitte des obersten Grifflochs 280 mm; des untersten 440 mm, Rohrumfang ca. 75 mm, Kanaldurchmesser ca. 19 mm

    Die Xiao ist ein altes traditionelles Blasinstrument aus China. Bereits vor mehr als 2000 Jahren hat sich die Kerbspaltflöte in China verbreitet. Sie hat eine schlichte Form und wird aus schwarzem, gelbem oder weißem Bambusrohr hergestellt. An der Vorderseite des Rohres sind 5 Grifflöcher angebracht, an der Hinterseite befindet sich ein Tonloch. Außerdem gibt es an der hinteren Seite am unteren Teil der Xiao noch 2 bis 4 Hilfslöcher, die dabei helfen können den Ton, die Klangfarbe und die Lautstärke zu regulieren. Die Klangfarbe der Xiao wird als sanft und anmutig beschrieben. Die tiefe Tonlage ist dunkel, während der Klang der mittleren Tonlage als lieblich gilt. So ist die Xiao besonders geeignet, um langsame und lyrische Melodien zu spielen, die mit schönen Landschaften oder Gefühlen assoziiert werden. Der Unterschied zwischen der Längsflöte Xiao und der Querflöte Ditzu ist, dass die Xiao kein Filmloch hat.
     

    Generell gibt es die Xiao in zwei unterschiedlichen Ausführungen – Qin-Xiao (oder Nord-Xiao) und Dong-Xiao (oder Süd-Xiao). Die Qin-Xiao ist schmal und lang, und wird häufig im Ensemble gespielt. Die Dong-Xiao hat mehrere Varianten mit unterschiedlichen Konstruktionen auf der Mund-Seite. Ihre Form ist etwas dicker und kürzer als die der Qin-Xiao. Die Flöte kann sowohl Solo, als auch im Orchester gespielt werden. Man findet sie oft im Zusammenspiel mit Saiten- und Blasinstrumenten im Gebiet südlich des Yangtse und bei Volksmelodien der Provinzen Fujian und Guangdong. Sie wird außerdem als Begleitmusikinstrument in manchen Lokalopern eingesetzt.

    Das Logo dieser Xiaos gehörte der Ling Nan-Instrumentenfabrik, die in den 1950er Jahren in der südchinesischen Provinz Guangdong (Hauptstadt Guangzhou) gegründet wurde. Laut der Mail-Auskunft des Xiao-Meisters Daqiang Guo, dem Enkel des ersten Fabrikdirektors der Ling Nan-Instrumentenfabrik, wurden diese Xiaos in den 1950er Jahren hergestellt. Die Fabrik hat im Jahr 2000 einen anderen Namen (Guangzhou Instrumentenfabrik) angenommen. Seitdem werden dort keine traditionellen chinesischen Instrumente mehr hergestellt, sondern nur noch westliche Instrumente (z.B. Violine und Klavier).

    Einige Webseiten zur Xiao
    Musik des Windes: Eine Webseite für chinesische Bambusflöte - Dizi, Xiao und andere Blasinstrumente
    Chinesische Edel-Xiao - Intro und Spielweise (Qin xiao)
    The origin of the Xiao and How to blowing harmonic resonance 
    Zum Unterschied zwischen Dizi und Xiao und ihren Spieltechniken

    {2015-09-01; Lei Gao, Guanrong Chen, Zinan Li, Yuan Xu}