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    Institut für Musikforschung

    "Der Gruppe angehören heißt den Lärm nicht hören. Je mehr Sie sich integrieren, desto weniger hören Sie; je mehr Sie darunter leiden, desto weniger gehören Sie dazu."

    Michel Serres, Die fünf Sinne. Eine Philosophie der Gemenge und Gemische. Übersetzt von Michael Bischoff, Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1998, S. 140.

    Vom Hören

    Vom Hören (Sommersemester 2009: Hansjörg Ewert/Oliver Wiener [B.A.-Modul MKK-3: Musik und Kultur]). Abhören, anhören, durchhören, weghören. Hören und Sehen vergehen (Franz Mon). Zwischen dem phylogenetisch früher einsetzenden Gehörsinn, der später einsetzenden und differenzierenden Sicht und dem Vergehen beider Sinne besteht eine Zeitspanne, die (altersbedingt) unterschiedliche Phasen von Erlebniszeiten enthält, die (ontogenetisch) strukturprägend sind. Was hören wir wozu? Was nützen und bieten die  Distanzen und Interferenzen beider Sinne. Damit setzen wir uns in diesem Seminar auseinander, das die Frage nach einer adäquaten Gehörbildung auf eine in unterschiedlichen kulturellen Kontexten anwendbare Verständnisebene herunterzubrechen versucht. Die Differenzierungs- und Auflösungsfähigkeit des Gehörs erzeugt nicht eine, sondern einige Kulturen des Gehörs, denen es helfen würde, voneinander gehört zu haben, aufeinander wäre mehr. Offene Ohren?

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