Wissenschaftliche Kulturpraxis: Musikologische Berufsperspektiven

Examinierte Musikwissenschaftler sind bestens gerüstet für vielerlei Berufsbilder. Sie bringen geisteswissenschaftliche wie analytische Basiskompetenzen mit, weisen je nach Ausrichtung andere Spezialisierungen auf und kennen sich in der Musik, einem überaus wichtigem gesellschaftlichen und merkantilen Kulturgut aus. Sie verfügen über einen kulturhistorischen Horizont, sind in der Lage, im Bezug auf Kunst Spreu vom Weizen zu trennen und zeigen sich projekterfahren, das heißt, sie führen Interessen, Notwendigkeiten und Zielvorgaben strategisch zusammen. Und sie können hören, denken, reden und schreiben.

Neben Journalisten, Managern, Künstleragenten und anderen Kulturschaffenden des sekundären Sektors können sich Musikwissenschaftler im Bereich Wissenschaftliche Kulturpraxis profilieren, indem sie das Erlernte konkret in praktische Projekte einbringen. Dieser Schritt will eigens erprobt sein; vor allem muss eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der eigenen Kompetenzen im Bezug auf die gegebenen Bedingungen geübt werden. Die Universität Würzburg bietet in ihren musikologischen Bachelor- und Masterstudiengängen geschützte Räume, das musikwissenschaftliches Selbstverständnis für wissenschaftliche Kulturpraxis zu entwickeln und an Semesterprojekten zu schulen. Diese Projektarbeit wird in Übungen durch Experten-Coaching (Rhetorik, Moderation, PR-Arbeit, Dramaturgie, Verlagswesen etc.) flankiert. In Vorlesungen und Vorträgen etabliert sich ein konzeptueller Diskurs über historische und aktuelle Erscheinungsformen wissenschaftlicher Kulturpraxis. Die Wissenschaftliche Kulturpraxis an der Universität Würzburg wird von einem Experten-Beirat beraten und etabliert ein stabiles Netzwerk zwischen Universität und Markt.

Studierende des neuen Masters können ab Wintersemester 2011/12 ausgewiesene Veranstaltungen des Bereichs Wissenschaftliche Kulturpraxis belegen. Zum Sommersemester 2013 wird dieser gerade im Aufbau begriffene Bereich mit einem Semesterschwerpunkt sein volles Programm eröffnen, so dass Studierende des ersten Masterstudiengang-Durchlaufs ganz davon profitieren können.

 

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Elena Ungeheuer