Prof. Dr. Bernhard Janz

Professur für historische Musikwissenschaft (ältere Musikgeschichte)

bernhard.janz@uni-wuerzburg.de

Telefon: (0931) 31-82113

Kurzbiographie

Bernhard Janz, geboren 1957, studierte Musikerziehung, Musikwissenschaft, Geschichte, Pädagogik und Italienisch an der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz. Nach vertiefenden Studien der Musikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt/Main, wurde er 1987 mit einer Arbeit über das Madrigalschaffen Luca Marenzios promoviert. Habilitation und Erwerb der venia legendi an der Universität Heidelberg erfolgten 1994. 1987/88 war Bernhard Janz als Dozent für Tonsatz und Gehörbildung an der Wiesbadener Musikakademie tätig. Nach einer Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter des DFG-Projektes "Palestrina und die Kirchenmusik im 19. Jahrhundert" (Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Winfried Kirsch) hielt Janz von 1988 bis 1994 eine Mitarbeiterstelle an der Cappella-Sistina-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Ludwig Finscher, Prof. Dr. Helmut Hucke) inne. Einer Dozenturvertretung und einem Lehrauftrag am Musikwissenschaftlichen Institut Frankfurt und der Hochschule für Musik Frankfurt (1994/95) folgte vom WS 1995/96 bis zum WS 1996/97 die Lehrstuhlvertretung am Institut für Musikwissenschaft an der Universität Würzburg. Seit SS 1997 ist Janz Extraordinarius am Würzburger Institut. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit nimmt Janz seit SS 2001 einen Lehrauftrag für Musikgeschichte an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth wahr.

Publikationen (Auswahl)

Monographien

DIe Petrarca-Vertonungen von Luca Marenzio. Dichtung und Musik im späten Cinquecento-Madrigal (= Frankfurter Beiträge zur Musikwissenschaft 21), Tutzing 1992.

Der Fondo Cappella Sistina der Biblioteca Apostolica Vaticana. Studien zur Geschichte des Bestandes (= Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik 8), Paderborn, München, Wien, Zürich 2000.

Aufsätze (Auswahl):

– Schall und Rauch? Überlegungen zur Relevanz von Autorenzuschreibungen in Musikhandschriften des 15. und 16. Jahrhunderts. In: Studien zur Musikgeschichte. Eine Festschrift fur Ludwig Finscher. Hrsg. von Annegrit Laubenthal. Kassel etc. 1995. S. 64-71.
– "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?": Zur Bedeutung der Mignon-Gestalt im Schaffen Robert Schumanns. In: Festschrift für Winfried Kirsch zum 65. Geburtstag. Hrsg. Von Peter Ackermann, Ulrike Kienzle und Adolf Nowak. Tutzing 1996. (Frankfurter Beiträge zur Musikwissenschaft 24) S. 254-266.
– „Tu es Petrus“: Alessandro Scarlatti e la tradizione della policoralita romana. In: La scuola policorale romana del Sei-Settecento: Atti del convegno internazionale in memoria di Laurence Feininger. Hrsg. von Danilo Curti, Francesco Luisi und Marco Gozzi. Trento 1997, S. 91-102.
– Antonín Dvořáks Messe in D-Dur opus 86 fur Soli, Chor und obligate Orgel. In: Kirchenmusik mit obligater Orgel: Untersuchungen zum süddeutsch-österreichischen Repertoire im 18. und 19. Jahrhundert. Hrsg. von Friedrich-Wilhelm Riedel, Sinzig 1999 (Kirchenmusikalische Studien 4)
S. 153-163.
– Die italienische Symphonie in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts: Gian Francesco Malipiero. In: Symphonik 1930-1950: Gattungsgeschichtliche und analytische Beiträge. Hrsg. von Wolfgang Osthoff und Giselher Schubert. Mainz 2003. (Frankfurter Studien 9) S. 41-57.
– Riflessioni sull’attribuzione dell Missa „Nativitas tua Die genitrix virgo“ nel Codice 70 del Fondo Cappella Sistina. In: Palestrina e l’Europa. Atti del III convegno internazionale di studi (Palestrina, 6-9 ottobre 1994). Hrsg. von Giancarlo Rostirolla, Stefania Soldati und Elena Zomparelli. Palestrina 2006. S.789-808.

Beiträge in Enzyklopädien und Lexika

Zahlreiche Artikel in Die Musik in Geschichte und Gegenwart, zweite Ausgabe, u.a.: a cappella; Festa, Costanzo und Sebastiano, Marenzio, Luca.
Diverse Beiträge zu: Metzler Komponisten Lexikon. Hrsg. von Horst Weber. Stuttgart und Weimar 1992 / 20032

Rezensionen in Il Saggiatore Musicale, 1994ff

Ausgaben

— Studien zur Geschichte der päpstlichen Kapelle. Tagungsbericht Heidelberg 1989. Collectanea II (Capellae Apostolicae Sixtinaeque Collectanea Acta Monumenta 4). Città del Vaticano 1994.
— Diverse Urtextausgaben von Kirchenwerken Wolfgang Amadeus Mozarts beim Carus-Verlag in Stuttgart 2000ff.