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    Institut für Musikforschung

    Der Bestand Neupert/Rück bzw. der ehemaliger Erlanger Bestand(Signaturen N, R, U) – Bei der Gründung des Erlanger musikwissenschaftlichen Seminars 1922/23 stiftete Reinhold Neupert (1874–1955), der Geschäftsführer der Nürnberger Filiale des gleichnamigen, in Bamberg ansässigen  Cembalo- und Klavierherstellers, aus der bedeutenden Sammlung  seines Hauses elf Instrumente und etwa ebenso viele Klavier-Vorführmechaniken; mit diesen Objekten läßt sich die  Geschichte des Klaviers, vom Monochord über das Psalterium (Hackbrett) bis zum Wiener Hammerflügel, darstellen.

    Als der Seminarvorstand Gustav Becking 1930 Erlangen verließ, knüpfte sein Nachfolger Rudolf Steglich Kontakte zu den Brüdern Hans und insbesondere Ulrich Rück, Inhabern einer Klavierfirma in  Nürnberg, deren Gründer, Wilhelm Rück, um 1880 begann, systematisch Instrumente zu sammeln. Nach dem Kriege dienten  Räumlichkeiten der Universität lange Zeit der Unterbringung großer Teile der Sammlung Rück. 1957 schließlich wurden etwas mehr als 50  Instrumente der Universität vermacht; die Sammlung Rück ist heute, wie übrigens auch die Sammlung Neupert, in die Bestände des Germanischen Nationalmuseums integriert. Über die beiden Legate hinaus enthält die Sammlung des ehemaligen Erlanger Instituts für Musikwissenschaft noch einige gestiftete oder geliehene Instrumente aus privater Hand. – Der Sammlungsbestand folgte dem Weg des Instituts für Musikwissenschaft nach Würzburg und ist dort seit April 2010 als Dauerleihgabe der Universität Erlangen-Nürnberg in den Räumen der Würzburger Residenz aufgestellt.

    SonstigeStiftungen(Signaturen StW, W und Div) – Von Akkordion bis Zither: Private Stiftungen von Instrumenten sind jederzeit willkommen, insbesondere von Instrumenten mit Zubehör und Material, mit privaten Geschichten um das Instrument, auch Kinderinstrumente, kuriose oder ephemere Klangerzeuger sind von Interesse.

    Der Bestand Robert Günther (Signatur G) – Eine Sammlung ostasiatischer, meist japanischer Instrumente und eine Sammlung japanisch-buddhistischer Kultinstrumente, die von Prof. Dr. Robert Günther, einem bedeutenden Forscher im Bereich der Musikkulturen Japans und Professor für Musikethnologie in Köln, seit 1970 gesammelt wurden. Die Instrumente sind nur zu einem Teil von ihm in Ostasien erworben worden. Das japanische Koto aus dem 18./19. Jahrhundert etwa hat Robert Günther auf einer Auktion in Deutschland ersteigert. Grundsätzlich sind alle Instrumente (ein Shamisen ausgenommen) spielbar, und es handelt sich in allen Fällen auch um gebrauchte Klangwerkzeuge. Koto, Shamisen und Shakuhachi bilden eine typische Kammermusikbesetzung der japanischen Kunstmusik und wir wären prinzipiell in der Lage, Konzerte mit japanischen Musikern anbieten zu können, die auf unseren Instrumenten spielen. Die Shamisen weisen die Originalbespannung mit Katzenhaut auf.

    Der Bestand Thomas Loelgen (Signatur Lo) – 2011/2012 gelang die Einwerbung der Stiftung einer Tübinger Privatsammlung im Umfang von 220 Instrumenten. Der Sammler Thomas Loelgen (1929–1911), der 1980 das Blockflöten-Fachgeschäft Notenschlüssel in Tübingen mitgegründet hatte, hatte sich auf Blas-, insbesondere Flöteninstrumente aller Art aus dem südamerikanischen und dem gesamtasiatischen Raum konzentriert. Zahlreiche Instrumente aus weiteren globalen Kulturen gewähren eine Übersicht über verschiedenste Formen von Flöten, Rohrblattinstrumenten und flötenartigen Instrumenten- und Spieltypen von der Knochenflöte und der Signalpfeife über Bambusflöten, Mundorgeln, Doppelflöten, Surnay-Typen und Registergruppen wie Tarkas und Quenas.

    Signatur TF – Den Kernbestand der Schallplattensammlung bildet die Plattensammlung von Wolfgang Früh (1922–1993), der 1958 bis 1985 evangelischer Pfarrer der Waiblinger Michaelskirchengemeinde war. Etwa 25000 Einheiten umfasst die Sammlung (LPs, Singles, ältere 78er). Ein Erinnerungsnamenrätsel der Waiblinger Kreiszeitung bezeichnet ihn als "legendären Freund der Jugend und Plattensammler ‚von Abba bis Zappa‘". Frühs Stichwort-Register reicht exakt von "Aachen (Domchor)" bis "Z Z Top", was genauer die bemerkenswerte Breite des Sammelinteresses abbildet. Die von Früh minutiös geführte Titel-Kartei rubriziert Weltliche und geistliche Vokalmusik, Orgelmusik, geistliche Musik allgemein, Instrumentalmusik, Oper, Operette/Musical, Jazz, Bluegrass/Country, Schlager, Volksmusik, Folklore und Hörspiel/Literatur. – Erfassung im Prozess.

    TLL – Schallplattensammlung des Komponisten und Pädagogen Dafydd Llewelyn (1939–2013) konnte 2014 übernommen werden. Llewelyn wurde pianistisch ausgebildet von Tom Bromley, Johann Trygvasson und Peter Feuchtwanger, später beeinflusste ihn Shura Cherkassky. Er erhielt Impulse von Boulez, Stockhausen und Kirill Kondraschin. 1966 war er an der deutschen Uraufführung von Erik Saties Vexations beteiligt. – Ende der 1960er Jahre nahm er mit der Band The Lonely Ones (später The Joint) Filmmusik auf und unterrichtete deren Keyboarder Rick Davies, der danach die Band Supertramp mitbegründete.

    Signatur TI – Schallplatten und Tonbänder der ehemaligen Institute für Musikwissenschaft in Erlangen und Würzburg. Die Sammlungen bilden partiell Schwerpunkte in der musikwissenschaftlichen Lehre der ehemaligen Institute ab. Zusammen mit der Sammlung Früh und den restlichen Stiftungen bietet der Plattenbestand einen guten ersten Ausgangspunkt für Interpretationsvergleiche v.a. der Musik (Sinfonik, Oper) des 19. Jahrhunderts. – Ein Scan der Karteikarten des alten Würzburger Bestandes findet sich hier.

    Signatur TDdiverse Stiftungen von Freunden des Instituts, privaten Stiftern, Studierenden, Bestände aus Wohnungsauflösungen. Grundsätzlich ist jeder Neu-Zugang an Schallplatten hoch willkommen.

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