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    Institut für Musikforschung

    Im Kurs "Elektronisches Komponieren I" (WS 2013/14, Oliver Wiener) lernen wir historisch die Grundlagen der elektronischen Musik der 1950er Jahre kennen, die ein prägendes Jahrzehnt in Hinsicht auf den Umgang mit elektronisch kontrolliertem Klang waren. Wir setzen uns analytisch-rekonstruktiv (d.h. praktisch) mit drei Werken auseinander: Karlheinz Stockhausens Studie II (1953), Gottfried Michael Koenigs Essay (1958) und Pierre Schaeffers Études aux objets (1959). Gearbeitet wird mit den freien Audio-Programmen Audacity und Pure Data. Erworben werden Grundkenntnisse in der Audiobearbeitung und -programmierung, erlernt wird der Umgang mit verschiedenen Klangsyntheseverfahren, Zeit- und Zufallsfunktionen, basaler MIDI-Steuerung und Mehrkanaligkeit.

    Anbei lernen wir einige basale wahrnehmungspsychologische Versuchsanordnungen der Auditory Scene Analysis (ASA) nach Albert S. Bregman kennen, die wir in Pure Data nachmodellieren. [http://webpages.mcgill.ca/staff/Group2/abregm1/web/index.htm – Dort findet sich die handbuchartige Zusammenfassung und Demonstration der ASA von 1995 (Booklet und Audio-Dateien): Albert S. Bregman und P. Ahad, Demonstrations of auditory scene analysis: The perceptual organization of sound. Auditory Perception Laboratory, McGill University, 1995.]

    Herangezogen werden die beiden Programme in erster Linie für die studentische Arbeit, weil sie als open source zur Verfügung stehen. Audacity ist ein Software-Audioeditor und -rekorder, der in C++ programmiert wurde. Die aktuelle Version kann heruntergeladen werden unter:
    http://audacity.sourceforge.net/?lang=de

    Pure Data (Pd) ist eine Programmierumgebung für digitale Signalverarbeitung. Sie wurde von Miller Pluckette geschrieben und von einer breiten Gemeinschaft frei weiterentwickelt. Pd arbeitet mit einer grafischen Oberfläche, die nach dem Vorbild verkabelter Audiogeräte in Studios Objekte kabelartig miteinander verbindet. Wegen dieser Darstellungsform wird Pd zu den datenstromorientierten Programmierumgebungen gezählt. Wir arbeiten nicht mit der reinen Version (Vanilla Edition), sondern mit der Version PD Extended, bei der bereits viele hilfreiche Abstraktionen implementiert sind. Grundsätzlich sollte das Programm von der Pd Community Site heruntergeladen werden:

    http://puredata.info
    Hier finden sich auch aktuelle Informationen, Diskussionen, Patches. Diese Seiten beabsichtigen nicht, den existierenden Anleitungen zu Pure data (Pd) eine weitere hinzuzufügen. Sie dienen in erster Linie den Studierenden des Kurses als Kurzreferenz für die gemeinsame Projektarbeit.
    Für Interessierte ist zum autodidaktischen Weiterlernen neben den hier angebotenen Informationen folgende Subseite beachtenswert:
    http://puredata.info/docs/ResourcesToStartLearning/
    Empfehlenswert ist:
    Programming Electronic Music in Pd (von Johannes Kreidler)
    http://pd-tutorial.com
    und das Handbuch (Autorenkollektiv) aus der FLOSSmanuals-Serie (free manuals for free software)
    http://en.flossmanuals.net/PureData/
    ferner der Video-Lehrgang von Rafael Hernandez
    http://www.youtube.com/playlist?p=PL281271BFA4DBA5F3

    Die beiden Programme müssen als Voraussetzung für die Projektarbeiten auf den privaten oder auf entsprechend zugänglichen Arbeitsrechnern installiert sein.

    Kontakt

    Institut für Musikforschung
    Domerschulstraße 13
    97070 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-82828
    Fax: +49 931 31-82830
    E-Mail

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