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    Institut für Musikforschung

    Prof. Dr. Andreas Haug: Kurzbiographie

    Nach seinem Studium der Fächer Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik und seiner 1985 erfolgten Promotion an der Universität Tübingen war Andreas Haug von 1985 bis 1988 Wissenschaftlicher Redakteur der musikgeschichtlichen Denkmälerausgabe "Das Erbe deutscher Musik" sowie Lehrbeauftragter am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tübingen und von 1988 bis 1991 Mitarbeiter an der Arbeitsstelle des Corpus Troporum an der Universität Stockholm (Schweden). Seit 1991 war er auf der Stelle eines Akademischen Rats (seit 1998 Oberrats) am Institut für Musikwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg Leiter des Bruno-Stäblein-Archivs (der Erlanger Filmsammlung mittelalterlicher Musikhandschriften) und Editionsleiter der Denkmälerausgabe einstimmiger Musik des Mittelalters "Monumenta monodica medii aevi", deren Mitherausgeber er seit 1999 ist. Nach seiner Habilitation an der Universität Tübingen 1999 war er Professor am Zentrum für Mittelalterstudien der Universität in Trondheim (Norwegen), dem er als Gastprofessor bis 2006 verbunden blieb. 2001 wurde Andreas Haug als Nachfolger von Fritz Reckow auf den Erlanger Lehrstuhl für Musikwissenschaft berufen. Seit 2008 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Musikwissenschaft II (Musik des vorneuzeitlichen Europa) und Mitglied des Direktoriums am neugegründeten Institut für Musikforschung der Universität Würzburg. Er hatte Lehraufträge und Gastdozenturen in Marburg, Bayreuth, Zagreb und an der Universidad Complutense in Madrid inne sowie Gastprofessuren an den Universitäten Wien und Basel. 2012 war er Robert M. Trotter Visiting Professor an der University of Oregon, Eugene. Seit 2011 ist er Leiter des am Würzburger Institut angesiedelten Editionsvorhabens der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur "Corpus monodicum. Die einstimmige Musik des lateinischen Mittelalters".

    Die zentralen Forschungsthemen von Andreas Haug liegen auf dem Gebiet der europäischen Musikgeschichte von der Spätantike bis ins Hochmittelalter: Musik, Religion, Ritual  – Musikgeschichte der Karolingerzeit – Der einstimmige lateinische Gesang und seine Notation – Das religiöse und weltliche, lateinische und volkssprachige Lied, insbesondere die Lieder der Trobadors. Daneben beschäftigt er sich mit Themen der neuzeitlichen Musikgeschichte und mit Fragen der Musikästhetik und der Musikgeschichtsschreibung.

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