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    Institut für Musikforschung

    Sonrai-Koroboro goje-Musik aus Timbuktu/Mali (Mai 1961)

    Die folgenden zwei Tracks beinhalten Musik auf der goje, der gestrichenen einsaitigen Schalenspießlaute der Sonrai (vgl. Sonrai njarka-Musik aus Gao), gespielt von einem Musiker namens Abadjina. Dieser gehört dem Volk der Sonrai-Koroboro und wurde in Niafunké geboren, einer am Niger liegenden Kleinstadt, etwa 200 km nördlich von Mopti und 170 km südwestlich von Timbuktu. (Vgl. Reichelt zu Track 1 und 2).

    Reichelt liefert eine Beschreibung des Instruments; er gibt an, dass es aus der Hälfte einer Kalebasse zusammengebastelt und mit der Haut eines Warans bespannt sei. Der Steg (sic; wohl: Hals) sei gebildet aus einem einfachen runden Stück Holz, an dessen oberen Ende ein gebogenes Stück Blech mit einzelnen Eisenringen angebracht sei (vgl. Reichelts Beschreibung des Instruments). Auf Reichelts Frage nach dem Namen des Instruments antwortet Abadjina mit "pui“" Er scheint die Frage missverstanden zu haben, denn pui soll eigentlich der Titel des darauffolgenden Stückes sein (Track 1). Pui ist eine im gesamten westafrikanischen Sahelgebiet verbreitete Sammlung epischer Heldenlieder (siehe Fulbe griots und hoddu-Musik aus Hombori [verlinken]). Der Titel des zweiten Stücks (Track 2) wird bei der Aufnahme leider nicht bekanntgegeben.