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    Institut für Musikforschung

    Besucher des Bruno-Stäblein-Archivs

    Dass das Bruno-Stäblein-Archiv eine einzigartige Microfilmsammlung mittelalterlicher Handschriften und von internationaler Bedeutung ist, bestätigen uns unsere Gäste, die wir in jedem Jahr in unseren Räumen begrüßen dürfen. So mancher Gastforscher scheut auch den weiten Weg aus Übersee nach Würzburg nicht, um im Bruno-Stäblein-Archiv des Institutes für Musikforschung sein Forschungsvorhaben voranzubringen.

    Wir freuen uns über das rege wissenschaftliche Interesse an unserer Sammlung und wünschen allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine schöne und ertragreiche Zeit in Würzburg!

    Zu einem längeren Forschungsaufenthalt hält sich in diesem Jahr Charles Atkinson im Bruno-Stäblein-Archiv auf. Charles Atkinson hat eine Professur für Musikwissenschaft an der Ohio State University inne und ist einer der international führenden Musikforscher im Bereich der Musik des Mittelalters und der Renaissance, insbesondere im Bereich der Musiktheorie. Weitere seiner Forschungsbereiche sind die Musik der Wiener Klassik und die Musik des 20. Jahrhunderts. Er ist Alexander von Humboldt Fellow und vielfacher Preisträger, u. a. des Einstein Award of the American Musicological Society, des Elliott Prize of the Medieval Academy of America. Weiterhin wurde er von der Ohio State University als Distinguished Scholar, als Distinguished Lecturer sowie zuletzt als Arts and Humanities Distinguished Professor of Music ausgezeichnet. Charles Atkinson ist Herausgeber der Recent Researches in Medieval and Early Renaissance Music sowie Mitglied des Herausgebergremiums der Monumenta Monodica Medii Aevi und des Beratergremiums des Corpus Monodicum. Von 2007 bis 2008 war er Präsident der American Musicological Society und zuvor Präsident der IMG Study Group Cantus Planus. Charles Atkinson hat eine Vielzahl an bedeutenden Publikationen vorgelegt, u. a. die 2009 erschienene Studie The Critical Nexus. Tone-System, Mode, and Notation in Early Medieval Music (AMS Studies in Music, Oxford 2008).
    Während seines diesjährigen Forschungsaufenthaltes am Bruno-Stäblein-Archiv arbeitet Charles Atkinson an einer Edition der Sanctus- und Agnus dei-Melodien, die im Rahmen eines neuen Editionsvorhabens unter der Förderung der Akademie der Wissenschaften in Mainz veröffentlicht werden sollen.

    Bereits zu ihrem zweiten Forschungsaufenthalt in diesem Jahr dürfen wir Lori Kruckenberg im Bruno-Stäblein-Archiv begrüßen. Lori Kruckenberg ist Professorin für Musikwissenschaft an der University of Oregon. Ihre Forschungsgebiete umfassen insbesondere die Musik des Mittelalters und der Renaissance. Sie ist führend auf dem Gebiet der mittelalterlichen Sequenz und wurde mit dem Oregon Humanities Grant und der Oregon Community Credit Union Research Fellowship ausgezeichnet. Lori Kruckenberg war als Lehrstuhlvertreterin am Musikwissenschaftlichen Institut der Universtität Basel tätig und wurde zu Gastvorträgen u. a. nach Oxford, Cambridge, Southampton und Erlangen eingeladen.
    Ihre Publikationsliste umfasst eine Vielzahl bedeutender Artikel, u. a. in der zweiten Auflage der Musik in Geschichte und Gegenwart sowie in den einschlägigen internationalen musikwissenschaftlichen Zeitschriften. Lori Kruckenberg ist Mitglied des Editorial board von Plainsong and Medieval Music, des Beratergremiums des Corpus Monodicum sowie des Council of the American Musicological Society.
    Im Sommer 2009 war Lori Kruckenberg als Senior Fulbright scholar zu Gast im Bruno-Stäblein-Archiv. Sie arbeitet gegenwärtig an einer Monographie A New Kind of Song: The Sequentiae novae, ca. 1050– ca. 1200, die sich mit den Neuerungen in den Sequenzen ab ca. 1100 beschäftigt.

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